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Welcome to the Team – Lisa Marie Schweizer

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Die 26-Jährige Lisa Marie Schweizer betreibt seit ihrem 14. Lebensjahr Gewichtheben und hat sich zu einer der Top-Heberinnen in Deutschland entwickelt. Trotz einer eher ungewöhnlichen sportlichen Karriere und gesundheitlichen Problemen ist sie in diesem Jahr zu den Olympischen Spielen in Tokyo geflogen und hat auch für ihre Zukunft noch große Pläne.
Athletenprofil-Lisa-Marie-Schweizer

Lisa Marie Schweizer ist frisch gebackene Olympionikin und mehrfache Deutsche Meisterin im Gewichtheben. Heute darf sie sich wohl bei ihrem ehemaligen Mathelehrer bedanken, dass sie zu den besten deutschen Gewichtheberinnen gehört. Bis zum Jahr 2009 betrieb die damals 14-Jährige hauptsächlich Ausdauersport und hatte mit Kraftsport wenig am Hut.

„Ich hatte damals schon starke Beine, aber auch einen schwachen Rücken. Dadurch habe ich Rückenprobleme bekommen.“

Ihr damaliger Mathelehrer, selbst ehemaliger Gewichtheber und zu der Zeit Trainer und Kampfrichter, pries die Sportart im Unterricht immer wieder an und versuchte seine Schüler davon zu überzeugen. „Nach dem Unterricht habe ich ihn dann mal gefragt, ob Gewichtheben den Rücken stärken würde. Er lächelte und meinte, ich solle mal beim Training vorbeikommen“, denkt Schweizer schmunzelnd zurück.

Und an ihr erstes Training kann sie sich auch noch gut erinnern. „Ich habe damals schon eine Kniebeuge mit 40kg gemacht, obwohl ich vorher noch nie eine Langhantel in der Hand hatte.“ Heute liegt ihre Bestleistung bei 145kg für drei Wiederholungen.

Eine Berg- und Talfahrt bis nach Tokyo

Was 2009 für Lisa Marie Schweizer begann, führte sie in diesem Jahr bis zu den Olympischen Spielen in Tokyo. Dreieinhalb Wochen vor den Spielen hatte die 26-Jährige in einem Testwettkampf noch neue Bestleistungen auf die Bühne gebracht – „So kann ich nach Tokyo reisen und auch vorne mitspielen“, dachte sie sich. Doch sollten der Gewichtheberin noch einige Steine in den Weg gelegt werden, drei Wochen vor Olympia krachte es im Training beim Beugen in ihrem Rücken – Diagnose Bandscheibenvorfall. „Ich habe die Kniebeuge noch zu Ende gemacht und habe dann gemerkt, ich kann gar nicht mehr gerade stehen und nicht richtig laufen. In diesem Moment war es, als hätte mir jemand den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich stand kurz vor den Olympischen Spielen und war bis zu diesem Zeitpunkt auch topfit.“

Lisa Marie Schweizer zog sich drei Wochen vor den Olympischen Spielen in Tokyo einen Bandscheibenvorfall zu. Doch Schweizer gab nicht auf und kämpfte sich wieder zurück. Dank großartiger Unterstützung von einem Physiotherapeuten sowie Arzt stand sie nur eine Woche später mit der Langhantel wieder auf der Plattform. „Ich hatte effektiv zwei Wochen, um wieder Spannung aufzubauen. Schmerzen hatte ich eigentlich nie, aber die Muskulatur hat sich immer wieder verspannt. Dadurch habe ich ungleich belastet und das Heben hat sich nicht normal angefühlt.“ Doch Olympia abzuschreiben kam für sie nicht in Frage. „Ich habe gekämpft und das unmögliche möglich gemacht. Ich glaube, ich hätte es mir nicht verziehen, wenn ich nicht alles probiert hätte.“ In der Gewichtsklasse bis 64kg riss die 26-Jährige schließlich 100kg und stieß 117kg über den Kopf, damit belegte sie im Zweikampf den zehnten Platz. „Ich wusste, dass ich nicht in Höchstform antreten kann und Abstriche machen muss. Am Ende bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Mit so viel hatte ich ehrlich gesagt gar nicht gerechnet.“

Quelle: Michael Dick

Vollzeit-Studium und Olympia-Qualifikation

Dass sich Schweizer den großen Traum von Olympia erfüllen konnte, ist keine Selbstverständlichkeit. Zwar trainierte sie nach ihrem Abitur in Leimen unter den Fittichen des Bundestrainers, doch die erwarteten Leistungen blieben zunächst aus. So entschied sie sich 2016 für ein Vollzeit-Studium bei der Polizei Rheinland-Pfalz und gegen die Sportfördergruppe sowie den Leistungssport. „Zu diesem Zeitpunkt habe ich dann quasi zwei Jahre lang für mich alleine in einer Abstellkammer trainiert. Dennoch habe ich mich stetig verbessert und irgendwann gesagt, ich will wissen, wie viel Potenzial noch in mir steckt.“ 2018 wechselte sie zum AC Mutterstadt und trainierte dort erstmals wieder nach einem strukturierten Plan von einem Trainer. Die damals 23-Jährige qualifizierte sich zum ersten Mal in ihrer sportlichen Karriere für eine Weltmeisterschaft, die auch gleichzeitig der erste Qualifikationswettkampf für die Olympischen Spiele in Tokyo war. „Die Situation hätte nicht unprofessioneller sein können. Ich habe zu dieser Zeit noch Vollzeit studiert und hatte zuvor eigentlich immer für mich alleine trainiert. Deswegen war meine Qualifikation für diese Weltmeisterschaft eigentlich etwas unerwartet.“

Dank der Qualifikation für die WM in Ashgabat konnte sich Lisa Marie Schweizer im Nachhinein für die Olympischen Spiele in Tokyo qualifizieren und sieht diese Qualifikation deswegen als etwas ganz Besonderes an. „Natürlich ist Olympia eigentlich das größte, was man erreichen kann, aber für mich persönlich war die Qualifikation für diese Weltmeisterschaft mein bisher größter Erfolg.“ Und dieser Erfolg wirkte sich auch auf ihre weitere sportliche Karriere aus. Nachträglich wechselte Schweizer in die Sportfördergruppe der Polizei und trainiert seit vergangenem Jahr nun wieder in Leimen beim Bundesstützpunkt. „Ich habe nun das Privileg 24 Stunden Sportlerin sein und mich voll auf Gewichtheben konzentrieren zu können.“

Aufbautraining und Reha

Und diese Zeit will die 26-Jährige nun nutzen, um nach ihrer Verletzung schnell wieder fit zu werden. „Ich trainiere aktuell nicht wettkampforientiert, das Ziel ist es erstmal, dass sich alles wieder normal anfühlt.“ Und um dieses Ziel zu erreichen, stehen aktuell nur Grundlagen wie Kniebeugen, Züge und Krafttraining auf ihrem Trainingsplan. „Natürlich könnte es immer schneller gehen und ich bin auch ein wenig ungeduldig, aber am Ende bin ich mit einem blauen Auge davon gekommen. Ich bin froh, dass es nicht schlimmer ist und ich vor allem schmerzfrei bin.“

Lisa-Marie-Schweizer-will-wieder-angreifen
Lisa Marie Schweizer ist bereit wieder anzugreifen.

Bereits bei der Deutschen Meisterschaft im Dezember in Böbingen möchte Schweizer mit dabei sein und dann für ihr nächstes Ziel, die Europameisterschaft im nächsten Frühjahr wieder in Höchstform antreten.

„Ich habe seit 2010 jede Deutsche Meisterschaft mitgemacht und die möchte in diesem Jahr aus eigenem Ansporn heraus auch wieder absolvieren und dort dann eine solide Leistung abrufen. Bei der Europameisterschaft hoffe ich, dass ich wieder gut performen und dann auch oben mitspielen kann.“

Doch bis spätestens Herbst nächsten Jahres will die 26-Jährige wieder topfit sein, denn da steht die nächste Weltmeisterschaft und gleichzeitig auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris an. Und für dieses große Ziel freut sich die Gewichtheberin mit dem Weightlifting Shop einen neuen Partner an ihrer Seite zu haben. „Die Partnerschaft mit dem Weightlifting Shop erleichtert mir unglaublich den Alltag. Das wirkt sich dann auf meine Trainingsleistung aus und die ist entscheidend für meinen Wettkampf. Er ist der optimale Partner für mich.“

Wir wünschen Lisa Marie Schweizer nur das Beste für ihre Zukunft und sportliche Karriere und werden euch über sie auf dem Laufenden halten! 

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