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Die ehemalige Interims-Präsidentin Papandrea eröffnet das Ringen um die IWF Führung

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Mit der US-Amerikanerin Ursula Papandrea, kündigt eine Kandidatin mit ernsthaften Erfolgsaussichten ihre Kandidatur für das Präsidentenamt des Weltverbandes IWF an und lässt das Weltgewichtheben auf einen Verbleib im olympischen Programm hoffen.

Nach der Bekanntgabe weiterer Einkürzungen der olympischen Startplätze in der Sportart Gewichtheben Anfang Dezember des letzten Jahres wurde es in der Öffentlichkeit etwas ruhiger um den Gewichtheberweltverband IWF. Doch diese scheinbare Ruhe trügt, tobt im Hintergrund doch ein Machtkampf um die Führung der angeschlagenen Sportorganisation.

Die Kandidatur Papandreas kann dabei als Hoffnungsschimmer für die IWF verstanden werden, positionierte Sie sich in der Vergangenheit bereits klar zu einem Erneuerungsprozess und schaffte sich mit dieser Einstellung eine Vielzahl an Gegnern innerhalb der aktuellen Verbandsführung.

So war Papandrea bereits im Laufe des letzten Jahres nach Rücktritt Tamas Ajan als Interims-Präsidentin eingesprungen, wurde aber aufgrund ihrer Reformabsichten durch Mitglieder des IWF-Exekutivgremiums abgesetzt. (Wir berichteten am 14.10.2020 )

Das Wahlprogramm Papandreas, die die Unterstützung einer Vielzahl von vor allem westlich geprägten Verbänden sicher haben sollte, orientiert sich dabei an einer Vielzahl von Forderungen, die bereits Ende Oktober (Wir berichteten am 26.10.2020 ) federführend durch British Weightlifting und die IWF-Athletenkommission formuliert und auch durch eine nicht unerhebliche Anzahl von Mitgliedsverbänden mitgetragen wurden.

Die Inhalte des Wahlprogramms von Ursula Papandrea im Überblick:

  • Einrichtung einer Reform-Kommission, die aus von der Association of Summer Olympic International Federations (ASOIF) empfohlenen Mitgliedern besteht
  • Erarbeitung eines strategischen Plans für den kulturellen Wandel in der IWF und ihren Mitgliedsverbänden. 
  • Einrichtung einer Integritätskommission zur externen Überprüfung aller Vorstandsmitglieder
  • Ernennung unabhängiger und externer Mitglieder für alle Kommissionen, die sich mit Ethik-, Disziplinar- oder Justizangelegenheiten befassen, anstelle von Ernennungen durch den IWF Vorstand
  • Umsetzung der Anforderungen der Oversight and Integrity Commission (OIC) und des Schutzes von Whistleblowern
  • Umsetzung einer neuen unabhängigen Überwachung der Anti-Doping-Prozesse ohne Beteiligung der IWF
  • Einrichtung einer Bildungsabteilung zur Koordinierung und Unterstützung der Mitgliedsverbände
  • Klarer Prozess zur Einbindung der Athletenkommission, um die IWF-Satzung zu kommentieren und Änderungen vorzuschlagen

Die Sympathie Papandreas für die aktuellen Mitglieder des IWF-Exekutivgremiums dürfte sich aufgrund der Geschehnisse des letzten Jahres und der dazugehörigen Faktenlage durch den McLaren-Report erklärbarer Weise in Grenzen halten. Im Rahmen der Bekanntgabe ihrer Kandidatur heißt es dazu:

“Der aktuelle Vorstand besteht aus Mitgliedern mit einem Katalog von Vergehen, Sanktionsverstößen und roten Fahnen”, sagte sie.

“Nur wenn wir diejenigen entfernen, die in Korruption innerhalb der Organisation verwickelt waren, kann das Gewichtheben seine Integrität wiederherstellen und seinen Status im Weltsport wieder aufbauen.”

(Übersetzt aus dem Englischen)

Ursula Papandrea ist die erste Kandidatin, die sich offiziell zu einer Kandidatur bekannt hat. Bei dieser Kandidatur dürfte sie auch die Unterstützung des deutschen Verbandes (BVDG) erhalten, äußerte sich doch der neue Präsident des Verbandes, Florian Sperl, im Rahmen eines offenen Briefes an die IWF als Fürsprecher des vorgeschlagenen Kurses der US-Amerikanerin.

Sperl hatte in diesem Schreiben unter anderem die Wiedereinsetzung Papandreas als Interims-Präsidentin gefordert.

Die Wahl Papandreas dürfte im März jedoch kein Selbstläufer sein, wird der “Selbsterhaltungstrieb” der aktuellen Exekutivmitglieder sicherlich nicht unerheblich sein. So wurde in den letzten Tagen unter anderem bekannt, dass sich der Thailänder Intarat Yodbangtoey, im Hintergrund um die Unterstützung nationaler Verbände bemühte. Yodbangtoey kam als Exekutivmitglied und Vizepräsident im vergangenen Jahr zu zweifelhaften Ruhm, als er nach der Absetzung Papandreas für einen Tag als Interims-Präsident fungierte, bevor er unter dem Druck der Öffentlichkeit zurücktrat.

Der thailändische Vizepräsident, dessen Verband aufgrund unzähliger Dopingverstöße für Olympia bereits gesperrt wurde, tauchte auch im McLaren-Report mehrfach im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen auf. Sein Bestreben nach einem IWF Vize-Präsidentschaftsamt kann somit kaum als Wille zur Veränderung gesehen werde.

Die Entwicklungen innerhalb der IWF bleiben somit spannend. Wir werden weiter berichten, welche Veränderungen sich an der Spitze des Verbandes am Ende tatsächlich ergeben werden.

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