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IOC erhöht Druck auf das Olympische Gewichtheben

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Als Konsequenz der aktuellen Geschehnisse innerhalb des Gewichtheberweltverbandes IWF beschneidet das IOC die Sportart ein weiteres Mal.

Als das IOC Anfang November den vorübergehenden Verbleib der Sportart Gewichtheben im olympischen Programm verkündete, war die Erleichterung innerhalb der Gewichtheberwelt mehr als spürbar. Groß war die Sorge vor einem Ausschluss aus den Olympischen Spielen 2024 in Paris und eine damit verbundene Degradierung des Sports.

Betrachtet man die Auswirkungen am Beispiel Deutschlands, so hängt die komplette hauptamtliche Trainerstruktur des Landes am olympischen Status und somit auch große Teile des Leistungssports. Eine Aberkennung dieses Status hätte weitreichende Auswirkungen auf Landes-, Bundes- und Olympiastützpunkte sowie die Arbeit des Dachverbandes BVDG. 

Doch auf die Erleichterung des Verbleibs, den man schon damals von den weiteren Entwicklungen innerhalb der IWF abhängig machte, folgte nun eine weitere einschneidende Maßnahme des IOC.

In einer Sitzung des Exekutivgremiums vom 07.12.2020 wurde eine weitreichende Reduktion der Entscheidungen im Gewichtheben beschlossen, die sich auch auf die deutschen Athletinnen und Athleten auswirken wird.

So reduziert man die Gewichtsklassen von 7 auf 5 (sowohl männlich und weiblich) und passt auch die Teilnehmenden-Zahlen nochmals an. Nur noch 120 Athletinnen und Athleten werden 2024 die Chance auf ein heiß begehrtes Olympia-Ticket erhalten, der Kampf darum wird also ebenfalls um einiges härter werden.

Im offiziellen Statement zum olympischen Programm werden folgende 4 Fakten als “Main Features” präsentiert: 

Olympisches Programm Paris 2024

Im Fokus stehen laut IOC die Berücksichtigung “neuer und junger Sportarten”, die Gleichberechtigung der Geschlechter, aber auch eine Reduktion der Gesamt-Teilnehmendenzahl als Reaktion auf die Corona-Pandemie. Dass es in diesem Zusammenhang das Gewichtheben am härtesten trifft, ist angesichts des IWF-Skandals keine Überraschung und ebenso Teil des IOC Statements.

Offiziell heißt es dazu:

Bei seinen Entscheidungen zum Gewichtheben berücksichtigte das IOC Exekutivgremium seine starken Bedenken hinsichtlich der Führung des internationalen Gewichtheberverbandes (IWF) und der Dopinggeschichte des Sports. Es wiederholte auch, dass der Platz des Gewichthebens auf dem Programm der Olympischen Spiele Paris 2024 weiterhin der ständigen Überprüfung durch das IOC unterliegt.

Ins Deutsche übersetzt aus dem offiziellen Statement des IOC
Quelle:
https://www.olympic.org/news/gender-equality-and-youth-at-the-heart-of-the-paris-2024-olympic-sports-programme

Reaktionen aus den Reihen einer Vielzahl nationaler Verbände ließen nicht lange auf sich warten und sprachen eine deutliche Sprache. So formulierte British Weightlifting CEO Ashley Metcalfe deutlich, was viele Gewichtheberinnen und Gewichtheber, vor allem aber auch die Athletensprecherin des IWF, Sarah Davies, schon vor einigen Wochen von der IWF Führung forderten.

Das IOC hat eine weitere sehr klare Botschaft übermittelt, dass es der derzeitigen Exekutive nicht zutraut, die von ihr geforderten Änderungen umzusetzen, und auch hier sind es die Athleten, die am meisten leiden werden… Wann wird der IWF-Exekutivrat zuhören und die notwendigen grundlegenden Änderungen vornehmen?

Ashley Metcalfe, CEO British Weightlifting

Der Instagram Post von Ashley Metcalfe:

Die verlangten notwendigen Änderungen sind dabei nicht viel weniger als ein geforderter sofortiger Rücktritt der IWF Führung. In Form einer Online-Petition forderte Sarah Davies bereits vor einigen Wochen den Rücktritt und die Reform der IWF Exekutive. Bisher unterschrieben mehr als 13.000 Menschen.

Auch USA Weightlifting CEO Phil Andrews reagierte mit einem entsprechenden Statement auf die Entscheidung des IOC und adressierte seine Worte klar an die Führung der IWF. 

In seinem Post auf Instagram heißt es dazu unter anderem:

Wenn die Führung der IWF einen Tod auf Raten verhindern will, muss sie sich ändern und den sauberen Athleten – und nicht sich selbst – an erste Stelle stellen.

Ob sich die in den letzten Monaten äußerst resilient agierende IWF-Führung aufgrund der erneuten Appelle aus den Mitgliedsverbänden zu einer Kursänderung hinreißen lässt, ist fraglich, in einem kurzen Statement auf der offiziellen Website heißt es dazu nur:

…Dank der Hilfe von unabhängigen Experten wie unseren Partnern bei der ITA haben wir die Anti-Doping-Praktiken der IWF bereits reformiert. Und dank der Hilfe unabhängiger Experten reformieren wir nun auch die IWF-Führung…

So wird das Welt-Gewichtheben wohl noch bis zum 23.03.2021 warten müssen, denn erst dann sollen die Mitgliedsverbände der IWF zu einem großen “Reform- und Wahlkongress” zusammenkommen. 

In diesem Kongress entscheidet sich die Zukunft des Gewichthebens wohl endgültig.

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