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Mit drei Weltrekorden zu Gold – Lasha Talakhadze dominiert im Superschwergewicht

Siegerehrung-Olympia-Tokio+109kg
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Zum Abschluss der Gewichtheberwettkämpfe in Tokyo erlebten die Gewichtheberfans die große Show des Georgiers Lasha Talakhadze (223 kg/265 kg). Der Kampf um die weiteren Medaillen war dabei schon fast Nebensache.

Man könnte meinen, der Wettkampf des mehrfachen Welt- und Europameisters sowie Olympiasiegers aus Rio fand ohne seine Kontrahenten statt. Denn Talakhadzes Wettkampf begann im Reißen und Stoßen erst, als seine Gegner ihre Versuche bereits beendet hatten. So war es nach seinen gültigen Erstversuchen in beiden Teildisziplinen nur noch eine Jagd nach neuen Weltrekorden, denn Gold konnte ihm spätestens nach 245 kg im gültigen ersten Stoßversuch keiner mehr nehmen.

So kam Talakhadze nach Japan, um sich neben dem Olympiasieg auch neue Weltrekorde abzuholen und tat dies in beeindruckender Manier. Im Reißen verbesserte er seine eigene Bestmarke aus dem April 2021 (EM in Moskau) um ein weiteres Kilo und ließ sich auch im Stoßen die Chance auf eine Verbesserung seiner Bestmarke nicht nehmen. Diese Chance nutzte er in seinem Drittversuch mit 265 kg und egalisierte damit seinen eigenen Rekord aus dem Jahre 2019 (WM in Pattaya). Die Kombination beider Rekorde bedeutete zudem ebenfalls einen neuen Weltrekord im Olympischen Zweikampf, welcher die Dominanz des Georgiers – nicht nur an diesem Tag – nochmals unterstrich.

Silber ging in dieser Kategorie an den Iraner Ali Davoudi (200 kg/241 kg) vor dem Syrer Man Asaad (190 kg/234 kg). Waren es zwischen Talakhadze und Davoudi bereits 47 kg Differenz in der Zweikampfleistung, distanzierte der Iraner seinen Kontahenten Asaad nochmals um weitere 17 kg. 

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Die großen Leistungsunterschiede zeigten sich auch bei den weiteren Platzierungen und machten die Abwesenheit einiger Leistungsträger in dieser Gewichtsklasse deutlich. Unter anderem fehlten in dieser Konkurrenz mit den beiden Armeniern Minasyan und Aleksanyan die Silber- und Bronzemedaillengewinner der letzten WM in Pattaya, sowie der Brasilianer Fernando Reis, der kurz vor den Spielen aufgrund einer positiven Dopingprobe suspendiert wurde. 

Auf den weiteren Plätzen duellierten sich somit Athleten, die man normalerweise nicht unter den Top 8 bei Wettbewerben dieses Niveaus finden würde. Platz vier ging an den Turkmenen Hojamuhammet Toychyyev (184 kg/230 kg) vor David Andrew Liti (178 kg/236 kg) aus Neuseeland.

Mit erst 19 Jahren platzierte sich der Niederländer Enzo Kufi Kuworge (175 kg/234 kg) auf Rang sechs und wird damit viele niederländische Kraftsportfans mit Stolz erfüllen. Denn nach 53 Jahren Abstinenz war Kuworge der erste “Dutchman” auf einer Olympischen Gewichtheberbühne. “Tyson”, wie ihn seine Freunde nennen, meisterte sein persönliches Olympiadebüt anständig und machte auf jeden Fall Lust auf weitere Wettkämpfe mit dem 160 kg schweren Athleten, der in der deutschen “Bundesliga Gewichtheben” für den AC Mutterstadt auf der Bühne steht.
Rang sieben ging an den Ungarn Peter Nagy (178 kg/218 kg), der seinen zehnten Platz der Olympischen Spiele in Rio noch einmal verbesserte und mit seinen 35 Jahren wohl auf das Karriereende zugehen wird.

Rang 10 für Österreicher Sargis Martirosyan

Für den Österreichischen Gewichtheberverband gab es zum Ende der Gewichtheberwettkämpfe eine weitere Top Ten Platzierung durch Sargis Martirosyan (180 kg/201 kg). Wie schon Sarah Fischer vor zwei Tagen landete der “Reiß-Spezialist” am Ende auf Rang 10. Der Österreicher trat dabei nicht in seiner eigentlichen Gewichtsklasse bis 109 kg an, da für ihn im Rahmen der Olympiaqualifikation ein Ticket in der nächsthöheren Gewichtsklasse wahrscheinlicher schien. Leider lief es für den 34-Jährigen vor allem in seiner Paradedisziplin, dem Reißen, nicht ganz nach Plan, sodass am Ende nur eine Zweikampfleistung von 381 kg möglich war.

Mit der Gewichtsklasse über 109 kg endeten heute die Gewichtheberwettkämpfe bei diesen Olympischen Spielen. Doch neben sportlichen Top-Leistungen der Athletinnen und Athleten bleiben auch viele Fragezeichen, die es in den kommenden Wochen aufzuarbeiten gilt. Im Fokus stehen dabei sicherlich zwei Fragestellungen, mit denen auch wir uns ausgiebig beschäftigen werden. 

Ist das Gewichtheben bei Olympia noch zu retten und wie können die Regularien der Sportart auch für das Publikum attraktiv gestaltet werden?

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