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Junioren- & U23-Europameisterschaft – Lara Dancz und Erik Ludwig legen starken Wettkampf hin

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Vom 24. September bis zum 3. Oktober fand die Junioren- & U23-Europameisterschaft in Rovaniemi, Finnland statt. Die beiden deutschen Heber Lara Dancz und Erik Ludwig bewiesen auf der internationalen Plattform ihr Können und fuhren mit Medaillen sowie Bestleistungen zurück nach Hause.

Lara Dancz und Erik Ludwig wird die Junioren- & U23-Europameisterschaft in Rovaniemi, Finnland in guter Erinnerung bleiben. Es war für sie der erste große Wettkampf auf internationaler Bühne, seitdem die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Geschehnisse auf der Welt überschattet haben. Der deutsche Gewichtheber-Nachwuchs präsentierte sich dort mehr als gut und trat die Rückreise mit Medaillen, Bestleistungen und um einiges reicher an Erfahrung an.

Lange Anreise, beste Bedingungen vor Ort          

Insgesamt zwölf deutsche Athleten und Athletinnen machten sich auf den Weg ins kalte Finnland, um sich dort vom 24. September bis zum 3. Oktober auf der Plattform zu beweisen. Da die leichteren Gewichtsklassen zu Beginn und die schwereren zum Schluss geplant waren, flog das deutsche Team in Kleingruppen nach Finnland, die sich zuvor alle testen lassen mussten. Nach mindestens einem Umstieg in Helsinki kamen sie in Rovaniemi an und fanden vor Ort beste Bedingungen vor. „Unser Hotel war super! Es gab sehr große Zimmer und sogar eine eigene Sauna“, blickt Gewichtheber Ludwig zurück.

Der Eibauer, der in der Gewichtsklasse bis 96 kg antrat, war vor dem Wettkampf auf internationaler Bühne allerdings nicht gerade optimistisch. „Meine Vorbereitung lief etwas zu gut, weshalb ich dann zweieinhalb Wochen vor der EM Fieber bekommen und zwei bis drei Kilogramm abgenommen habe. Es war so, als würde mein Körper mir sagen wollen, ‚hier geht es nicht weiter, du brauchst eine Pause‘.“ Zum Glück hielt das Fieber nicht lange an. Ludwig kämpfte sich zurück und nahm das verlorene Gewicht wieder zu.

Auch Heberin Dancz hatte im Vorfeld der Europameisterschaft mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Anfang des Jahres wurde sie noch am Arm operiert, ein Stück ihrer Elle wurde herausgenommen. „Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass ich dieses Jahr überhaupt auf die EM fahren kann. Doch trotz der Operation verlief meine Vorbereitung extrem gut.“ Aber auch die 21-Jährige hatte Probleme mit ihrem Körpergewicht. Die Nervosität vor ihrem Wettkampf ließen sie anderthalb Kilogramm abnehmen. „Ich habe auf der Waage am Ende nur noch 69,5kg gewogen. Eigentlich anderthalb Kilo zu wenig für meine Gewichtsklasse.“

Europameisterin im Reißen

Dancz, die bereits bei 2019 bei der Junioren-EM in Bukarest angetreten war, hatte sich für die diesjährige Europameisterschaft als Ziel gesetzt, im Reißen eine Medaille zu holen. In Rumänien war sie in dieser Olympischen Disziplin vierte geworden und hatte das Treppchen nur knapp verpasst. In Rovaniemi stieg die 21-Jährige mit 89 kg in ihren Wettkampf ein und riss ihr erstes Gewicht gültig über Kopf. Mit 92 kg in ihrem zweiten Versuch brachte sie ihre bisherige Bestleistung über Kopf und legte für ihr drittes und letztes Gewicht noch einmal drei Kilogramm drauf. Und auch dieses Gewicht sollte ihr gelingen – ein Jubelschrei ging durch die Halle, als sie die 95 kg explosiv über den Kopf riss. Damit hatte sie sich zur Europameisterin im Reißen gekürt.

Lara Dancz’ Drittversuch im Reißen mit 95 kg. 

Aber der Wettkampf war für Dancz noch lange nicht zu Ende. Im Stoßen legte sie 101 kg und 104 kg nach, was für sie am Ende eine weitere neue Bestleistung und im Olympischen Zweikampf auch noch Bronze bedeutete. „Ich war so fokussiert auf die Hantel, dass meine Nervosität einfach weg war und ich nichts anderes mehr mitbekommen habe. Mein Ziel war es immer, eine Medaille im Reißen zu gewinnen, jetzt ist es sogar Gold und im Zweikampf hat es auch noch für etwas gereicht. Ich kann es immer noch nicht so recht glauben.“

Neue Bestleistungen für Ludwig

Während sich Dancz am fünften Wettkampftag auf der Plattform präsentieren durfte, musste sich Ludwig noch etwas gedulden. Drei Tage später durfte dann aber auch er endlich ans Eisen. „Anfangs war ich leicht nervös. Das verflog während des Aufwärmens und nach meinem ersten Versuch dann aber komplett.“ Souverän riss der 20-Jährige 142, 146 und 148 kg über den Kopf und stellte damit sogar eine neue Bestleistung auf.

Ludwig, der zuvor schon an zwei Europameisterschaften im Jugendbereich teilgenommen hatte, hatte aber noch lange nicht genug. Im Stoßen wollte er noch einen draufsetzen und das wäre ihm auch gelungen – wenn ihm die Jury nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Nach 178 kg im Erstversuch hob der Eibauer seine alte Bestleistung von 183 kg. Er steigerte sein letztes Gewicht noch einmal um drei Kilogramm und auch dieses stand er nach kurzem Kampf auf und brachte es über Kopf. Die Kampfrichter hoben zwar die weiße Fahne, doch die Jury griff ein und bewertete den Versuch wegen Nachdrückens als ungültig. „Für mein Team und mich war dieser letzte Versuch gültig. Wenn mich jemand nach meiner Bestleistung im Stoßen fragt, werde ich definitiv 186 kg sagen.“

Mit 331 kg im Zweikampf, die ebenfalls eine neue Bestleistung bedeuteten, ist Ludwig am Ende in einem starken Teilnehmerfeld auf Rang fünf gelandet. „Ich bin mit diesem Wettkampf über alle Maße zufrieden. Ich habe sowohl lastentechnisch als auch mental einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Es fühlt sich so an, als sei ich nun im professionellen Gewichtheben angekommen. Ich bin noch nie zuvor mit solch einer Sicherheit auf die Bühne gegangen. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.“

Und der 20-Jährige hat noch lange nicht genug. Sein nächstes Ziel ist die Deutsche Meisterschaft im Dezember in Böbingen, aber eigentlich will er so schnell wie möglich zurück auf die internationale Bühne und sich dort erneut beweisen. „Ich habe gelernt, dass man Spaß haben muss und sich von nichts und niemanden beeinflussen lassen darf. Man muss nach außen hin zeigen, was man kann und wer man ist. Aber das Wichtigste ist – einfach machen!“

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