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Der DOSB über einen möglichen Ausschluss des Gewichthebens aus dem Olympischen Programm

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Das IOC hat dem Internationalen Gewichtheberverband (IWF) deutlich gemacht, dass eine grundlegende Veränderung im Verband vollzogen werden muss, damit die Sportart nicht aus dem Olympischen Programm ausgeschlossen wird. Nun hat sich der Leistungssport-Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Dirk Schimmelpfennig über einen möglichen Ausschluss geäußert.

Das IOC hat dem Internationalen Gewichtheberverband (IWF) deutlich gemacht, dass eine grundlegende Veränderung im Verband vollzogen werden muss, damit die Sportart nicht aus dem Olympischen Programm ausgeschlossen wird. Nun hat sich der Leistungssport-Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Dirk Schimmelpfennig über einen möglichen Ausschluss geäußert.

Seit 1896 ist Gewichtheben bei den Olympischen Spielen vertreten und gehört damit zu den Traditionssportarten. Seit mehreren Jahren ist es nun aber unter anderem aufgrund von Dopingfällen und Korruptionsvorwürfen in Verruf geraten, was einen Ausschluss aus dem Olympischen Programm nach sich ziehen könnte. Dieser Schritt, den das IOC für die Spiele 2024 in Paris gehen könnte, hätte massive Auswirkungen auf die Zukunft des Sports. 

Beim DOSB ist Leistungssport-Vorstand Dirk Schimmelpfennig für die besten Sportler Deutschlands zuständig und war in dieser Position unter anderem Chef der Mission Tokyo. Falls Gewichtheben aus dem Olympischen Programm ausgeschlossen werden sollte, würde das in Deutschland für die traditionsreiche Sportart vor allem finanzielle Auswirkungen bedeuten. Denn Verbände, die nicht Teil des Olympischen Programms sind, werden im Bereich der Nicht-Olympischen Spitzenverbände angesiedelt. „Dies würde sich auch in der Förderung und damit in den Rahmenbedingungen widerspiegeln, da für die Jahresplanung und das Leistungssportpersonal der Nicht Olympischen Spitzenverbände weniger Mittel im Bundeshaushalt zur Verfügung stehen“, so Schimmelpfennig. Welche konkreten Veränderungen sich dadurch für den Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) sowie die Finanzierung außerhalb der Bundesförderung, beispielsweise durch Sponsoren, ergeben würden, könne aber noch nicht benannt werden. 

Ein Ausschluss würde aber nicht nur die finanziellen Mittel des Gewichthebens betreffen, sondern auch die Athletenförderung. So könnten dem BVDG Serviceleistungen an den Olympiastützpunkten sowie die Maßnahmen der dualen Leistungssportkarriere der Athleten und Athletinnen (Bundeswehr, Polizei) deutlich eingeschränkt werden. Bei einem Ausschluss aus dem Olympischen Programm hätte der BVDG zudem nicht viel Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen. Denn die Förderung würde sofort beendet werden, da „eine Übergangsphase beim Wechsel zu den Nicht-Olympischen Verbänden nicht vorgesehen ist.“

BVDG-Präsident Florian Sperl spricht über die letzte Chance Olympisch zu bleiben. 

Das derzeitige finanzielle Niveau sei somit bei einem möglichen Ausschluss aus dem Olympischen Programm kaum zu halten. „Hinsichtlich der (finanziellen) Auswirkungen müssten dann natürlich Gespräche zwischen Bund, dem DOSB und dem Spitzenverband geführt werden“, sagt Schimmelpfennig. Ein positiver Ausgang aus diesen Gesprächen kann für die deutschen Gewichtheber und Gewichtheberinnen aber wohl nicht erwartet werden. 

Weniger mediale Präsenz und Reichweite 

Ein Ausschluss aus dem Olympischen Programm würde für die Sportart Gewichtheben aber noch viel weitere Kreise ziehen. In Sabine Kusterer, Lisa Marie Schweizer, Nico Müller und Simon Brandhuber haben vier Athleten und Athletinnen Deutschland bei den diesjährigen Olympischen Spielen in Tokyo vertreten und präsentiert. Eine solche Präsentation auf internationale Ebene könnte in Zukunft aber wegfallen. „Insbesondere Randsportarten sind stark auf die erhöhte mediale und öffentliche Aufmerksamkeit während der Olympischen Spiele angewiesen. Die mediale Präsentation im Rahmen des weltweit größten Sportereignisses ist sowohl für die Gewinnung von Kindern und Jugendlichen für die jeweilige Sportart von Bedeutung als auch für die Gewinnung oder die Bindung von Sponsoren wichtig“, betont der DOSB-Leistungssport-Vorstand. 

Lisa Marie Schweizer sowie drei weitere Athleten und Athletinnen vertraten Deutschland bei den Olympischen Spielen in Tokyo. 

Auch wenn das IOC laut über einen Ausschluss von Gewichtheben diskutiert, ist perspektivisch für die Spiele in Paris 2024 erst einmal eine Reduzierung der Startplätze vorgesehen. Bereits bei den vergangenen Olympischen Spielen wurden immer wieder Gewichtsklassen gestrichen, was viele Athleten und Athletinnen vor Herausforderungen stellte. Falls es zu einer weiteren Reduzierung kommen sollte, wird sich „der DOSB (…) mit den einzelnen Spitzenverbänden im Rahmen eines Strukturgespräches zusammensetzen, um über die Ausrichtung auf Paris zu sprechen.“ 

Generell sei der DOSB in einem stetigen Austausch mit dem IOC hinsichtlich der Programmsportarten bei allen Formaten des IOC. Somit positioniert er sich neutral gegenüber des IOC, bespreche die aktuellen Entwicklungen aber stets mit den Spitzenverbänden und diskutiere über Veränderungen. 

Dopingfälle und Korruptionsvorwürfe 

Dass es überhaupt zu einer Diskussion des IOC zu einem möglichen Ausschluss des Gewichthebens aus dem Olympischen Sportprogramm gekommen ist, hat das IWF selbst zu verantworten. Seit Jahren kommen immer wieder Dopingfälle in der traditionsreichen Sportart hervor und der Vorstand des IWF zeigte sich gegenüber nötigen Reformen im Verband stur. 

„Der DOSB, seine Mitgliedsverbände und die Athleten und Athletinnen des Team D setzen sich für einen fairen und sauberen Sport ein. Eine Beurteilung der Gesamtlage im internationalen Kontext nimmt das IOC vor. Das IOC hat deutlich gemacht, dass Dopingfälle und Korruptionsvorwürfe im Internationalen Gewichtheberverband nicht hinnehmbar und entsprechend klare Reformen nötig sind. Der DOSB unterstützt zusammen mit dem Bundesverband Deutscher Gewichtheber diese dringend notwendigen Reformbemühungen.“

Ende August hat das IWF in Doha nun eine neue Satzung verabschiedet. In dieser werden zahlreiche vom IOC geforderte Reformen zwar umgesetzt, ob dies aber reicht, um einen möglichen Ausschluss von Gewichtheben aus dem Olympischen Programm vom Tisch zu fegen, ist ungewiss. Gewiss ist, dass eine Teilnahme an den Spielen, insbesondere für Deutschland, überlebensnotwendig für die Sportart ist.   

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