Dein Magazin rund um gewichtheben, kraftsport und fitness

Das Gewichtheben am Abgrund? Ein Kampf um den olympischen Status

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on reddit
Share on pinterest
Share on whatsapp

Neue Entscheidungen gegen jede Vernunft machten in den vergangenen Tagen die Runde und wurden in den sozialen Medien heiß diskutiert. Doch nun macht sich erneut Widerstand breit – unter anderem auch aus Deutschland.

Bereits mehrfach berichteten wir in den vergangenen Wochen und Monaten über die bizarren Entwicklungen innerhalb des Gewichtheberweltverbandes IWF. Wer glaubte, die obskuren Entscheidungen des IWF Exekutivgremiums hätten bereits das Höchstmaß erreicht, täuschte sich.
In den vergangenen Tagen wartete die IWF-Exekutive mit einer Entscheidung auf, die umgehend zu einem internationalen Aufschrei der Reformer führte, aber auch direkt IOC Präsident Thomas Bach auf den Plan rief.

Still und heimlich hatte man innerhalb der IWF Führung, die Anti-Doping Regularien zugunsten einiger Schurken-Staaten geändert. Um die Olympia-Teilnahme einiger in Dopingfälle verwickelter Staaten doch noch zu ermöglichen. All dies geschah ohne Rücksprache mit Vertreter*innen der nationalen Mitgliedsverbände.

Die wichtigsten Änderungen der Anti-Doping Regularien im Überblick:

  • Anheben des Schwellenwerts zur Sanktionierung von Dopingverstößen in Hinblick auf olympische Startplätze von 3 auf 4 Verstöße pro Jahr
  • Streichung des sanktionierbaren Begriffs “Verunglimpfung des Gewichthebens”, welcher mit einer Sperre von bis zu zwei Jahren geahndet werden konnte
  • Änderung der Anti-Doping-Richtlinie von 2017, somit können Sanktionen gegen Nationen erst verhängt werden, wenn zwei oder mehr Athlet*innen für vier oder mehr Jahre gesperrt wurden.

So war es kein Wunder, dass diese Handlungen zu unmissverständlichen Reaktionen vieler Mitgliedsverbände, deren Funktionären, aber auch Athlet*innen führten. Ein äußerst emotionales Statement kam dabei wiederum von Sarah Davies, die in ihrer Funktion als Athletensprecherin bereits in der Vergangenheit deutliche Worte fand.

Doch auch aus Deutschland kamen nochmals deutliche Worte. BVDG Präsident Florian Sperl bezog in einem Statement auf der Website des deutschen Verbandes klare Position gegen die Entscheidungen der IWF-Exekutive.

Sperl verurteilte dabei die jüngsten Beschlüsse der IWF Exekutive zu der Veränderung der Anti-Doping-Regeln und der Termingestaltung von Verfassungsreform und den Exekutivwahlen scharf.

BVDG Präsident Florian Sperl möchte im März für das neue IWF-Führungsteam kandidieren.
Quelle: Privat

Florian Sperl, der seit Dezember 2020 das Amt des Präsidenten innerhalb des BVDG inne hat, belässt es aber nicht bei Kritik aus der Ferne. Der junge Bayer möchte im März selbst als Vizepräsident innerhalb der IWF kandidieren, um so den Erneuerungsprozess aktiv mitzugestalten.

Doch davor gibt es die Hürde der Wahl zu nehmen. Neben der positiven Meldung Mitte Januar, dass Ursula Papandrea für das Präsidentschaftsamt kandidieren würde (wir berichteten am 16.01.21), ließen sich nun noch einige weitere Kandidaten für Ämter innerhalb der IWF aufstellen, viele davon nicht unumstritten und mit einer engen Verbindung zu den “guten alten Zeiten”..
So kandidiert beispielsweise der jetzige IWF Generalsekretär Mohammed Jaloud ebenso für das Amt des Präsidenten wie der Präsident des chinesischen Gewichtheberverbandes, Zhou Jinqiang.

Des weiteren ist mit der Kandidatur des ehemaligen IWF Generaldirektors Attila Adamfi zu rechnen, der zwar maßgeblich für die Reformierung des Olympischen Qualifikationsmodi verantwortlich war, aber durch seine Nähe zu Tamas Ajan durchaus umstritten ist.
Über die endgültige Kandidatenliste herrscht derweilen noch Unklarheit, da die IWF eine Veröffentlichung der angemeldeten Kandidatinnen und Kandidaten bislang verhindert.
Diese Veröffentlichung wurde von Nationen wie China, Großbritannien, den USA und Deutschland bereits gefordert, ist nach den Regularien des Weltverbandes aber erst 30 Tage vor der Wahl, also zum 26. Februar 2021 verpflichtend.
Zu weiteren Irritationen kam es im Rahmen einer Diskussion über den Modus der Wahlen und des geplanten Reformprozesses.

So schlug die derzeitige IWF Exekutive nun eine Ausrichtung des Wahlkongresses in Istanbul in Form einer hybriden Veranstaltung vor, was bei der derzeitigen Pandemielage von vielen Nationen als fragwürdig eingestuft wurde.
Der für Ende März geplante Reform- und Verfassungskongress wurde in diesem Zuge auch um einen weiteren Monat verschoben. Gerade vonseiten der Reformer wurde dieser Schritt als erneuter Unwillen zu Veränderungen eingestuft. Interimspräsident Mike Irani argumentierte mit der notwendigen und sorgfältigen Vorbereitung einer solchen Veranstaltung.

In den nächsten Wochen wird sich die Zukunft des olympischen Gewichthebens – wie wir es heute kennen – entscheiden. Diese Zukunft ist unmittelbar mit den Ergebnissen der IWF Wahlen verknüpft und der Entscheidung, welches Lager sich in diesem Machtkampf durchsetzen wird.
Im Sinne des Sports bleibt nur zu hoffen, dass sich das Lager um die Präsidentschaftskandidatin Ursula Papandrea und den deutschen BVDG Präsidenten Florian Sperl durchsetzen wird.

Du hast eine interessante Veranstaltung auf die Du hinweisen möchtest?
Dein Verein hat eine spannende Geschichte zu erzählen?
Du kennst eine Athletin oder einen Athleten, den wir unbedingt vorstellen sollten?
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on pinterest
Pinterest
Share on reddit
Reddit
Share on whatsapp
WhatsApp

FOLGE UNS AUF FACEBOOK

NICHTS MEHR VERPASSEN!

DAS ERWARTET DICH:
  • Wöchentliche Updates zu unseren Produkten
  • Athletenreviews
  • kostenloser Content rund um das Gewichtheben
  • 48 h Exklusiver Early Access Zugang zu ausgewählten Key-Produkten!

NICHTS MEHR VERPASSEN!

DAS ERWARTET DICH:
  • Wöchentliche Updates zu unseren Produkten
  • Athletenreviews
  • kostenloser Content rund um das Gewichtheben
  • 48 h Exklusiver Early Access Zugang zu ausgewählten Key-Produkten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

NIchts mehr verpassen!

ICH MÖCHTE DEN NEWSLETTER IN FOLGENDER SPRACHE ERHALTEN:*

*Pflichtfeld