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Altmeister LU ergattert Gold – Nico Müller sorgt für bestes deutsches Ergebnis

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Nach zwei wettkampffreien Tagen im Tokyo International Forum ging es für die Gewichtheber der Gewichtsklasse bis 81 kg wieder an die Hantel. In einer der umkämpftesten Gewichtsklassen zeigte der chinesische Altmeister Lu Xiaujun (170 kg/204 kg) einmal mehr seine Weltklasse.

Nervenstärke hatte der spätere Goldmedaillengewinner bereits im Reißen zu beweisen, denn nach ungültigen 164 kg geriet der Chinese kurz in Zugzwang. Doch kein Problem für Lu gelangen ihm die darauffolgenden Versuche mit 164 kg und 170 kg in gewohnter Perfektion. Im Stoßen ließ der 37-Jährige dann keinerlei Zweifel an seiner Dominanz aufkommen und lieferte gültige 197 kg und 204 kg für das Endergebnis, bevor er sich an der Weltrekordlast von 210 kg versuchte. Lu Xiaujun wird verschmerzen können, dass diese Last an diesem Tag ein wenig zu schwer für ihn war. Mit nunmehr 5 Goldmedaillen bauen die chinesischen Athletinnen und Athleten ihre Goldsammlung weiter aus und untermauern nochmals ihre Vormachtstellung im Gewichtheben.

Um Silber ereignete sich dann ein harter Schlagabtausch, der die hohe Leistungsdichte dieser Gewichtsklasse unterstrich. Doch durch eine fehlerfreie Stoßserie setzte sich am Ende der Dominikaner Zacarias Bonnat (163 kg/204 kg) durch. Bonnat holte damit die erste Medaille dieser Spiele für sein Heimatland und zeigte sich sichtlich erleichtert nach dem gültigen Bezwingen von 204 kg.

Alles oder nichts hieß es heute für Nino Pizzolato. Der 24-Jährige Europameister wollte Gold, zeigte dies durch hohe Anfangslasten und getreu dem Motto: “Es gewinnt nicht der Stärkste, sondern der Hartnäckigste”.
Doch das ebenfalls benötigte Quäntchen Glück war an diesem Tag nicht hundertprozentig auf seiner Seite, sodass dem Polizisten aus Rom am Ende Bronze als verdienter Lohn blieb. Pizzolato erhöhte damit das Medaillenkonto der Italiener auf drei Mal Edelmetall, nachdem Bordignon und Zanni bereits mit Silber und Bronze vorgelegt hatten.

Mit sauberen drei Versuchen begann der Wettkampf für den US-Amerikaner Harrison Maurus (161 kg/200 kg). 161 kg standen für ihn nach der ersten Teildisziplin in der Wertung. Im Stoßen setzte der 21-jährige Topathlet diese Serie fort und scheiterte lediglich an der Bronzelast von 205 kg. Damit sorgte der ehemalige Turner für das bisher beste Ergebnis des US Verbandes USA Weightlifting und reihte sich bei seinen ersten Olympischen Spielen auf Rang vier ein. Hinter ihm platzierte sich der Kolumbianer Brayan Santiago Rodallegas Carvajal (163 kg/196 kg), der sich mit Rang fünf direkt vor dem Letten Ritvars Suharevs (163 kg/195 kg) platzierte.

Suharevs, wohl einer der trainingsfleißigsten Athleten der Welt und durch seine Auftritte in der deutschen “Bundesliga Gewichtheben” kein Unbekannter, haderte an diesem Tag jedoch mit technisch sauberen Versuchen. Mit Rang sechs vor Nico Müller konnte er bei dieser Tagesleistung dennoch zufrieden sein.

Ergebnis-Gewichtheben-Olympia-Tokio-81kg
Das vollständige Ergebnis gibt es in unserem >> ERGEBNISDIENST

Müller auf Rang sieben

Stark startete der Obrigheimer Nico Müller in seinen zweiten Wettkampf bei Olympischen Spielen. Nach seinem Debüt in Rio 2016 war er mit deutlich höheren Ambitionen nach Tokyo gereist und konnte sich dabei voll und ganz auf die erfahrene Unterstützung seines Heimtrainers Oliver Caruso verlassen. Caruso, selbst Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Atlanta, wich dem 27-Jährigen während seines Auftritts nicht von der Seite. Nach zwei gültigen Versuchen im Reißen mit 155 kg und 159 kg ging Müller an 161 kg, welche eine neue persönliche Bestleistung bedeutet hätten. Auch diese Last bewältigte das deutsche Ausnahmetalent souverän, bekam den Versuch jedoch aufgrund einer umstrittenen Juryentscheidung aberkannt.

Eine minimale Bewegung im rechten Ellenbogen, über die bereits bei vielen weiteren Athleten dieser Konkurrenz hinweg gesehen wurde, legte das Kampfgericht als Nachdrücken aus. Das Stoßen begann der Deutsche dann ebenso souverän, 190 kg  warf Müller förmlich in Richtung Hallendecke. Doch auch im zweiten Versuch, den Müller souverän meisterte, wurde ihm eine gültige Wertung von 195 kg verwehrt. An dieser Last versuchte sich Müller dann nochmals im Drittversuch stieß die Hantel erneut souverän und hatte gemeinsam mit dem Trainerteam des BVDG nur unverständliche Blicke in Richtung des Kampfgerichts übrig.

Nico Müller, der gemeinsam mit Oliver Caruso im baden-württembergischen Schwarzach trainiert, kann dennoch mehr als stolz über seine Leistung von 354 kg im Zweikampf sein. Erreichte er damit die beste Platzierung des deutschen Teams und kann die verpasste Chance auf eine Medaille nicht allein seiner Performance an diesem Tag zuschreiben.

Einen Tag zum Vergessen erlebten indes zwei Athleten, die mit Medaillen Ambitionen in diese Entscheidung gestartet waren.

Überhaupt nicht nach Plan begann der Auftritt des Chilenen Arley Mendez (160 kg/ -). Der Weltmeister aus dem Jahre 2017 brachte nur einen gültigen Reißversuch in seine Zweikampfleistung ein. Im Stoßen scheiterte Mendez dann an allen drei Versuchen und zog sich wahrscheinlich eine Verletzung im Oberschenkel zu.

Nach der ersten olympischen Medaille für Turkmenistan, die Polina Guryeva in der Gewichtsklasse bis 59 kg errang, machte sich ihr Landsmann Rejepay Rejepov (164 kg/-) auf, eine weitere Medaille für die Turkmenen zu erringen. Nach einem sehr guten Reißen entwickelte sich Rejepov zu einer tragischen Figur dieses Wettkampfes. Nach zwei ungültigen Stoßversuchen meisterte der Turkmene 198 kg. Doch noch vor dem “Ab-Signal” ließ der 29-Jährige die Hantel aufgrund seiner Freude zu Boden und bekam auch diesen Versuch ungültig. Auch ein Einspruch des Trainerteams konnte an dieser Entscheidung nichts mehr ändern.

Gespannt blicken wir nun auf die nächste Entscheidung am heutigen sechsten Wettkampftag. Um 12:50 deutscher Zeit startet die Gewichtsklasse bis 96 kg in das olympische Turnier.

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